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Neues vom Wohnprojekt Lörzweiler

Am 24.6.26 hielt der Verein „Wohnen in Lörzweiler“ seine Mitgliederversammlung ab. Darin berichtete der Vorstand über die Arbeit der vergangenen Monate und die Fortschritte, die dabei erzielt wurden.

Zur Erinnerung: Der Verein wurde gegründet, um in der Folge eine Wohnungsbaugenossenschaft einzurichten und ein Wohnprojekt in der Ortsgemeinde zu schaffen. Der Verein ist als e.V. bereits vertragsfähig und kann damit wichtige Vorarbeit leisten wie z.B. Vereinbarungen zur juristischen oder finanziellen Beratung abschließen.

Aktueller Stand

Seit der letzten Mitgliederversammlung im Februar wurde in drei Arbeitskreisen Grundlagenarbeit geleistet.

  • Arbeitskreis Wirtschaftsplan
  • Arbeitskreis Satzung
  • Arbeitskreis Architektur/Bauen

Grundsätzlich wurde mit der Ortsgemeinde darüber gesprochen, ob das Grundstück der derzeitigen alten Hohberghalle der Genossenschaft zur Verfügung gestellt werden könnte. Eine gewisse Unsicherheit bestand zunächst wegen eines möglichen Anspruchs der Verbandsgemeinde auf Teile des Grundstücks für eine eventuelle Erweiterung der Grundschule. Wegen der perspektivisch sinkenden Schülerzahlen wird dieser Anspruch aber nicht mehr erhoben. Im Lörzweiler Ortsgemeinderat besteht Einvernehmen, das Grundstück für die Entwicklung eines Wohnbauprojekts zur Verfügung zu stellen. Bis zum Ende des Sommers soll hier feststehen, zu welchen Bedingungen eine Überlassung (in Erbbaupacht) möglich ist.

Dietmar Muscheid erläuterte nochmals die Voraussetzungen für Wohnen in einer Genossenschaft. Die Genossenschaft kann (und sollte) mehr Mitglieder haben als die Bewohnenden, aber alle Bewohndenden müssen Mitglied sein. Dafür können Anteile an der Genossenschaft erworben werden (einer oder mehrere). Wer einziehen will, muss eine Einlage leisten. Die Höhe richtet sich nach der Wohnungsgröße und wird in der Satzung der Genossenschaft festgelegt. Bei Auszug wird diese Einlage (nach einer vorgegebenen Wartezeit) zurückgezahlt. In der Genossenschaft gibt es keine Miete sondern ein Nutzungsentgelt – anders als bei Mieten, die erfahrungsgemäß über die Jahre zum Teil drastisch steigen, bleibt die Höhe des Nutzungsentgelts oft lange konstant oder steigt nur geringfügig..

Vorstandsmitglied Klaus Altenbach berichtete ausführlich aus dem Arbeitskreis Wirtschaftsplan. Die Gründung einer Genossenschaft erfordert auf vielen Ebenen Vorarbeit, anders als bei anderen Unternehmensformen wird bei Genossenschaften vor einer Gründung das Geschäftsmodell und ein langjähriger Wirtschaftsplan sehr streng geprüft und darüber ein Gründungsgutachten erstellt. Dieses ist Voraussetzung für die Eintragung der Genossenschaft beim Amtsgericht. Das führt dazu, dass Genossenschaften sehr stabil sind und äußerst selten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. In einem Gespräch mit der Volksbank konnte der Vorstand bereits wichtige Eckpunkte abstecken. Anschließend fand eine Erstberatung mit einem Genossenschaftsverbandes statt, der umfangreiches Material zur Erstellung des Wirtschaftsplans zur Verfügung stellte. Damit befasste sich der Arbeitskreis eingehend und identifizierte zunächst die für den weiteren Fortschritt zu klärenden Fragen. Unter anderem betrifft dies die Finanzierung des geplanten Bauprojekts, die mit Förderprogrammen des Landes und des Bundes unterstützt werden soll. Dazu ist es notwendig, dass ein gewisser Prozentsatz der entstehenden Wohnfläche als sogenannter Geförderter Wohnraum errichtet wird. Die Vorarbeiten hierzu laufen, auch wenn noch viele Details mit den zuständigen Stellen zu klären sind.

Im Arbeitskreis Satzung wird diskutiert, wie die zukünftige Satzung der Genossenschaft aussehen kann. Neben vielen Vorgaben aus dem Genossenschaftsrecht sind in verschiedenen Bereichen auch Varianten denkbar. Andrea Metelmann-Lotz ist hier die zuständige Ansprechpartnerin des Vereins.

Aus dem Arbeitskreis Architektur und Bauen berichtete Dietmar Muscheid, dass mit der Modulbaufirma ALHO Gespräche geführt wurden über die mögliche Bebauung des vorgesehenen Grundstücks. Das Unternehmen ist Pionier im modularen Wohnungsbau und hat zusammen mit Wohnungsgesellschaften größerer Städte schon viel Erfahrung gesammelt. Firma ALHO hat für das geplante Bauprojekt in Lörzweiler eine Machbarkeitsstudie mit einem ersten möglichen Bauentwurf und einer Kostenschätzung an den Verein übergeben. Die Studie wurde auf der MV vorgestellt.

Weitere Planungen

Im Verein wird geplant, bis Ende des Jahres die Gründung der Genossenschaft einzuleiten. Zur Umsetzung müssen zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  1. Das Grundstück muss von der Gemeinde an die Genossenschaft überlassen werden können.
  2. Es müssen genügend Familien/Einzelpersonen das Interesse haben, bei der Fertigstellung des Objekts tatsächlich einzuziehen.

Dazu hat der Vorstand nun eine Umfrage mittels Fragebogen gestartet. Bis 31. Juli kann jeder (nicht nur die Vereinsmitglieder) daran teilnehmen, um sein Interesse am Wohnprojekt und an der Genossenschaft zu äußern. Insbesondere geht es nun darum, genügend Menschen für den Erstbezug zu finden.

Im Vorfeld vielleicht wichtige Fragen können mit den Vorstandsmitgliedern geklärt werden. Am Einfachsten ist der Vorstand über die Mailadresse info@wohnen-in-loerzweiler.de oder das Kontaktformular auf der Homepage unter https://www.wohnen-in-loerzweiler.de/kontakt/ zu erreichen. Der Fragebogen zur Interessenbekundung kann ebenfalls auf der Homepage heruntergeladen werden unter https://www.wohnen-in-loerzweiler.de/der-verein/

loerzweiler.online